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TVD verhilft Tiermedizinern auf den Gipfel - Teil 4 19.12.2017

TVD verhilft Tiermedizinern auf den Gipfel - Teil 4

Home Sweet Home

Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal sagen würde: Ich bin froh wieder in Deutschland zu sein! Es tut gut einmal so geerdet zu werden, um die Vorzüge der westlichen Welt wirklich schätzen zu lernen!

Wir haben viel schreckliches, widerwärtiges und frustrierendes gesehen. Von unseren 25 Welpen sind binnen weniger Tage alle gestorben. Dies hätte mit primitivsten Mitteln verhindert werden können. Es lag nicht daran, dass keine Medikamente zur Verfügung standen. Auch Wasser und Futter waren da. Es scheiterte sicher auch nicht an unseren unentwegten Bemühungen die Welpen “durchzubringen“. Es scheiterte einfach an der lokalen Bevölkerung. An der Ignoranz und Lernresistenz. Doch es gab auch immer wieder kleine Lichtblicke - wie die Kinder des Farmers oder der Erfindungsreichtum des Pastors. Afrika hat ein enormes Potential für Entwicklungshilfe. Ganz speziell im Bereich Tiergesundheit und Lebensmittelhygiene. Doch wer sich engagieren möchte, sollte sich ganz sicher sein, dass er oder sie diese Frustrationsschwelle besitzt, um langfristig, auch kleine, Erfolge erzielen zu können.

Für weitere Fragen und Eindrücke biete ich gerne einen Vortrag an der TiHo Hannover an!

Vielen Dank an Malte Meyer zu Westerhausen für das Teilen dieser Geschichte! Wir freuen uns sehr über Feedback, entweder persönlich, per Mail (saskia.hellwig@tvd-finanz.de) oder hier im Blog! Hinterlassen Sie uns eine Nachricht!

Hier noch ein kleiner Rückblick in Fotos:

Kommentare (5)
Malte Meyer zu Westerhausen (10.01.2018 09:55)
Das weiß ich leider nicht. Ich kann nichts zur Ausbildung in dem Land sagen
Brigitte Lenoir (09.01.2018 19:18)
Ja,das ist natürlich echt bitter und demotivierend !
Wenn Sie sagen es gab einen Tierarzt .Was war es für Tierarzt der so ein Unsinn betreibt . War er ausgebildet oder ein selbsternannter Tierarzt.Wo hat er studiert?
Wisst Ihr das?
Viele Grüsse,
Brigitte Lenoir
Brigitte Lenoir (22.12.2017 01:18)
Hallo liebe Reisende ,
mich würde interessieren was gemeint ist mit Ignoranz der lokalen Bevölkerung . Was waren denn da die Gründe warum die Welpen nicht durchkamen wenn doch alles da war?
Könnt Ihr vielleicht es etwas mehr erläutern?Würde mich schon interessieren .
Vielen Dank!
Schöne Weihnachten .
Brigitte Lenoir Tä
Malte Meyer zu Westerhausen (08.01.2018 14:34)
Medikamente standen insofern zur Verfügung, als dass es einen Tierarzt in der Stadt gab, der jedoch Dinge wie Welpennahrung nicht raus geben wollte und stattdessen Medikamente für Kamele(!!) mitgab bzw. gegen die Lungenentzündung Entwurmungstabletten für ausgewachsene Tiere, die wir den Jungen geben sollten. Medikamente stehen also zur Verfügung,werden aber nicht richtig eingesetzt. Oder "traditionell" als Standartmittel für alles. So verwunderte es die Einheimischen sehr, dass man differenzieren muss zwischen Mitteln für junge Tiere und denen für Adulte oder auch zwischen Tierarten, wie das Beispiel mit der Kamelmedizin zeigt. Die Idee der Desinfektion von Kanülen durch simples abkochen wurde auch strikt abgelehnt, da "wir das in Afrika noch nie so gemacht haben".
Malte Meyer zu Westerhausen (08.01.2018 14:33)
Die Welpen sind letztlich daran verstorben, dass sie nachts ohne Ihre Mutter erfroren waren oder die Mutter ohne Wasser zu wenig Milch gegeben hat. Durchfall war auch ein großes Problem. Mit Ignoranz ist gemeint, dass wir gefragt wurden, was man tun könne, um mehr von Ihnen durchzubringen. Wir erklärten (mit Übersetzer,also sind Missverständnisse auszuschließen) das ganz elementar Wasser und Nahrung zur Verfügung stehen sollten und die Hündin frei laufen solle. Als wir ihnen Wasser gaben und die Hündin frei ließen, wurde ihnen das Wasser weg genommen und die Hündin getrennt von den Welpen eingesperrt und dies mehrmals hintereinander. Auch wenn wir mehrmals darauf hinwiesen bzw den Zustand änderten. Diese ich-sage mal Tipps-werden ignoriert bzw. höchstens geduldet,aber nicht umgesetzt, solange man nicht die Autorität eines Ältesten hat.
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