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Die Begegnung mit freilebenden Seekühen bis hin zu Alligatoren 17.10.2018

Die Begegnung mit freilebenden Seekühen bis hin zu Alligatoren

Ein Gastbeitrag von Rita Neumann über ihre gefährlichste und zugleich lustigste Begegnung mit Tieren

 

Meine gefährlichste Begegnung und glaubt mir, in diesem Moment hatte ich echt die Hosen voll, war wohl für alle um mich herum eher die lustigste Begegnung mit einem Tier in meinem Leben. Allerdings weiß ich nicht genau ob man über das Tier oder doch eher über mich gelacht hat. Ich vermute allerdings Letzteres.
2013 war ich mit meiner Freundin Anna in Florida. Wir haben viele verschiedene Dinge unternommen und so kamen wir auch auf die Idee mit freilebenden Seekühen schnorcheln zu gehen. Ich muss dazu sagen, ich bin noch nie zuvor geschnorchelt und durch einen Gummischlauch atmen mit dem Kopf unter Wasser hat für mich etwas sehr Beklemmendes.

 

Bevor es ins Wasser ging wurden wir noch ausführlich aufgeklärt, dass wir uns nicht schnell bewegen sollen und auf keinen Fall auf die Tiere zuschwimmen sollen. Mit dem Herz in der Hose war es dann soweit, wir haben einige Tiere gefunden und nun ging es ins Wasser. Von oben sahen die Tiere schon riesig aus, aber im Wasser kamen sie einem wie Giganten vor. Ich legte mich auf die Wasseroberfläche und nahm den Kopf unter Wasser, schon packte mich die Panik und ich strampelte wie wild, riss den Kopf aus dem Wasser und schnappte nach Luft, mein Schnorchel war komplett voll mit Wasser gewesen. Nach wenigen Sekunden hatte ich mich beruhigt bis direkt wieder in mir Panik aufstieg, denn wir sollten uns ja nicht schnell bewegen. Von oben sah man die Tiere nicht, deshalb schnell die Brille wieder auf und unter Wasser geschaut, was da los war. Ich stellte fest, dass ein Tier direkt vor mir war und es kam immer näher und näher. Wieder stieg leichte Panik in mir auf. Ich trieb hilflos auf das Tier zu, ohne die Fähigkeit abzubremsen oder auszuweichen. Ich war starr vor Angst.

Was wohl passieren würde, wenn wir kollidieren? Die Panik wuchs mit jedem cm bis ich schließlich andockte. In diesem Moment riss ich wieder meinen Kopf aus dem Wasser und schnappte heftig nach Luft, da ich vor lauter Aufregung nicht mitbekommen habe, dass mein Schnorchel schon wieder mit Wasser vollgelaufen war. Ich musste zu meinem Entsetzen feststellen, dass es dem Tier ziemlich egal war, was ich da trieb. Die Leute auf dem Boot allerdings amüsierten sich köstlich über mein Verhalten.

Das sollte aber nicht der letzte Lacher bleiben. Die Seekuh war eine Mutter und als ihr Kälbchen dann auch noch anfing an mir zu saugen auf der Suche nach Milch und dabei auch noch meinen Reißverschluss des Tauchanzuges öffnete, bekamen sich die Leute nicht mehr ein. Nachdem ich dann wieder festen Boden unter den Füßen hatte und mir das Video und Bilder angeguckte habe, musste schließlich auch ich lauthals über mich und aber auch ein bisschen über das Kälbchen lachen. Es bleibt ein unvergessliches Erlebnis.

Die wohl wirklich gefährlichste Begegnung aber war wohl in den Everglades, wo ich nach langem Hin und Her mich doch dazu habe überreden lassen, einem Alligator auf die Schnauze zu fassen. Was mich da nur geritten hat? Es war Adrenalin pur! Der Guide hatte als Kompromiss seine Hand unter meine gelegt, aber ich bezweifle noch heute, dass es nicht doch meine Finger gewesen wären, welche der Alligator zum Mittag verspeist hätte.

 

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